Thixotropierung von Vinylesterharz (VE-Harz)

Vinylesterharz wird sehr oft als sog. "Rohharz" angeboten. Für die korrekte Verarbeitung ist es unabdingbar, dieses Harz mit Kobaltbeschleuniger zu beschleunigen und ggf. auch thixotropierfähig zu machen - also eine Reduzierung der Fließfähigkeit. Folgende Richtrezeptur wird empfohlen:

    Aerosil 200:  0,6 Gew.-%
    BYK 605 (zur Entschäumung):  0,1-0,2 Gew.-%
    Kobaltbeschleuniger 6%-ig:  min. 0,3 - 0,5 Gew.-%

+ zusätzlich:
    Härter P250TX:  min. 1,5 Gew.-%

Verarbeitung:
Aerosil 200 und BYK 605 homogen in das VE-Harz einrühren. Dieses thixotropierte Harz ist mehrere Wochen lagerfähig. Erst zur Verarbeitung wird zuerst der Kobaltbeschleuniger gleichmäßig eingerührt, danach (!) der Härter P250TX zugegeben. Sollte die Gelzeit zu kurz sein, kann diese über eine Reduzierung des Kobaltbeschleuniger mit Minimum 0,3 Gew.% gesteuert werden. In jedem Fall wird immer empfohlen, die Verarbeitungszeiten mit einem Probeansatz zu ermitteln.

 

Themenübersicht:

1.      Basics
2.      Ungesättigte Polyesterharze
3.      Gelcoat - Topcoat
4.      Klebeharz
5.      Härter - Beschleuniger
6.      Epoxydharz
7.      Glasfaser
7.1.   Vlies
7.2.   Matten
7.3.   Gewebe / Gelege
7.4.   Kombinationen
7.5.   Roving
7.6.   Schnittfaser
8.      Kohlefaser / Carbonfaser
9.      Halbzeuge - Prepreg
10.    Trennmittel - Lösemittel
11.    Verarbeitungsverfahren
12.    Formenbau
13.    Werkzeuge / Hilfsmittel / sicherheit
14.    Kundenprojekte