MATERIALS for IDEAS

Ideen verwirklichen

Composite Bauteile erlauben Ihnen heute in Dimensionen zu denken, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar waren. Faserverbundstoffe und ihre herausragenden Fähigkeiten begegnen uns in vielen Situationen des täglichen Lebens und haben die technischen Entwicklungen enorm beschleunigt und beeinflusst. Egal ob im Flugzeugbau, in der Automobilbranche, in der Medizintechnik, beim Sport oder in der Freizeit, es gibt fast keinen Bereich, in dem die Vorteile und Möglichkeiten von Composites nicht zum Tragen kommen.

Verfahren im Überblick (Bitte wählen Sie)

LFI LONG FIBER INJECTION MOLDING MIT REAKTIVEM PU

Verfahren

Produkt

Glasfaserrovings werden direkt am Mischkopf geschnitten und mit dem Polyurethan in das offene Werkzeug eingebracht. Die Aushärtung erfolgt im geschlossenen Werkzeug.

LFI-Roving MultiStar® 576

  • Vorteile
    für Hochgeschwindigkeitsverarbeitung geeignet, staubreduziertes Schneidverhalten, PU-Schlichte für sehr gute Faser-Matrix-Haftung
  • Verpackung
    Verspleissung nach Kundenanforderung

HAUPTNUTZEN
Leichte Bauteile mit hoher Schlagfestigkeit nicht nur im Automobilbereich

VORTEILE

  • Erstklassige Oberflächen durch einfache Verfahrenskombination (IMP, Folie)
  • Hohe Festigkeitswerte (Faseranteil bis 50 Prozent, Faserlängen 12,5 – 100 mm)
  • Moderate Werkzeug- und Anlagenkosten

MERKMALE

  • Fasergehalt und Länge lokal einstellbar
  • Einfache Integration von Einlegern (zum Beispiel Inserts und Befestigungselemente)
  • Günstige Ausgangsmaterialien, minimaler Faserverschnitt
  • Eigenschaftsprofil ähnlich SMC bei niedrigem Gewicht

ANWENDUNGSBEREICHE
Motorhauben, Dachelemente, Seitenverkleidungen, Abdeckungen, Klappen, Instrumententafelträger

JAHRESMENGEN
10.000 bis 120.000 Stück

Das LFI-Verfahren ist ein kontinuierliches Verfahren mit hohem Anspruch an die eingesetzten Rohstoffe. Besondere Bedeutung kommt dem Glasfaserroving zu: der Rovingstrang wird mit teils sehr hoher Geschwindigkeit durch Rohrleitungen zum Schneidwerk geführt und muss dabei seine kompakte Form behalten. Über das Schneidwerk werden unterschiedliche Faserlängen aber auch der Fasergehalt bestimmt was wiederum eine sehr gute Schneidfähigkeit des Rovings voraussetzt.

Er darf aber auch nicht „zu hart“ sein und damit zu negativen Standzeiten der Schneidwerkzeuge führen. Nach dem Schneiden muss der Rovingstrang im Luftstrom in seine Einzelfilamente dispergieren.

Klumpenbildung, sog. „Schneebälle“, oder Filamentstaub können den Prozess blockieren bzw. die Oberflächen der Umgebung verunreinigen. Stattdessen soll der Rovingstrang möglichst homogen zerfallen, um in einem fokussiertem Sprühkegel positionsgenau und reproduzierbar in das offene Werkzeug eingebracht zu werden. Durch die sehr kurzen Prozesszyklen müssen sich Glasfasern weiterhin enorm schnell mit dem PU vernetzen, um die hohe mechanische Festigkeit des Bauteils zu erreichen. Entsprechende PU-Komponenten in der Faserschlichte forcieren diese Vernetzung.